Raum 1 : Grundlagen
Fotographie ist ein ganz tolles Hobby. Deshalb ist es verständlich, dass sich viele eine Kamera anschaffen. Du auch? 😊
Na dann los!
Das Wichtigste ist natürlich dein gutes, aufmerksames Auge und dein rechter Zeigefinger.👍
Aber trotzdem gibt es viel zu lernen um noch besser zu werden!
Viel Spaß bei deinem neuen Hobby.
Inhalte:
1. Die Blende
2. Die Verschlusszeit
3. Iso
4. Programm Modi an deiner Kamera
5. Objektivfilter - in Arbeit......
6. Was bedeutet....?
In der Fotographie wirst du immer wieder auf Begriffe wie Blende, Verschlusszeit und Iso stoßen.
3 wichtige Einstellungen, die dein Foto stark beeinflussen! Wenn du diese gut kennst, kannst du sehr kreativ sein und hast eine genaue Kontrolle über deine Kamera und dein Foto.
Die Blende (F)
Die Blende (sitzt im Objektiv) steuert das einfallende Licht auf dem Sensor im Innern der Kamera. An dieser Stelle entsteht das Foto.
Das bedeutet, dass sich die Helligkeit des Fotos verändert.
Aber nicht nur das, es ändert sich auch die Schärfentiefe.
Je niedriger der Blendenwert, z.B F 3,5, desto weniger Schärfentiefe.
Dadurch wirkt der Vor - und Hintergrund unscharf.
Wir nennen das gerne Bokeh :)
Je höher der Blendenwert, z. B F 16 , desto schärfer wirkt das Foto im Vor- und Hintergrund.
Dadurch hast du super Möglichkeiten dein Foto zu gestalten😁
Siehe Beispielbilder:
So sehen die Blendenlamellen im Innern des Objektivs aus.
Durch eine offene Blende, in diesem Fall 2.8, wirkt der Hintergrund sehr unscharf.
Perfekt, um Etwas im Foto besonders hervorzuheben.
Außerdem wird mehr Licht aufgenommen, was es leichter macht im Dunkeln zu fotografieren.
Hier Blende 16 .
Der Hintergrund ist wesentlich schärfer.
Super für die Landschaftsfotografie.
Dafür verlierst du aber viel Licht und musst das ausgleichen.
Zudem gibt es auf dieser kleinen Blende F16 auch Lichtsterne, die wir so gerne sehen!
Blende erklärt by jaworsky
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Verschlusszeit
Die Verschlusszeit gibt an wie lange dein Bild aufgenommen wird.
Die Zeit wird in Sekundenbruchteilen, z.B 1/200s oder ganzen Sekunden z.B 4s, angegeben. Meist findest du ein Drehrad an deiner Kamera um diese zu verändern.
(Nur im Programm Modus M oder S).
Das bedeutet, dass eine kurze Verschlusszeit wie 1/500 bei bewegenden Objekten schärfer ist als 1/50.
Bei einer langen Verschlusszeit wird alles, was sich bewegt unscharf!
Anwendungsbeispiele:
Sportler, Tiere oder auch Wasser bewegen sich oft sehr schnell. Bei einer langen Verschlusszeit wie 1/50 wird dein Foto unscharf aussehen. Bei 1/250 oder höher dagegen scharf.
Siehe Beispiele.
Wichtig ist noch zu wissen:
Je schneller deine Verschlusszeit eingestellt, desto dunkler wird dein Bild.
Sportler bei Nacht mit 1/500s "einzufrieren" wird nicht möglich sein.
Dafür kannst du aber bei 20s eine tolle Nachtaufnahme machen.
Beispiel: Tischtennis
Verschlusszeit 1/250s
reicht für diesen Ballwechsel aus um den Ball "einzufrieren".
Selbe Verschlusszeit von 1/250s
Bei diesem Schmetterschlag reicht es nicht und der Ball verwischt.
Bei 1/500 wäre er bestimmt Scharf
Verschlusszeit von 1/50s
Wasser ist noch sehr detailliert
Verschlusszeit 15s
Am Tag nur möglich mit einem ND Filter zur Abdunklung.
Mit einer Langzeitbelichtung (hier 20s) ist es möglich auch Nachts bei wenig Licht zu Fotographieren.
Alles was in diesen 20 Sekunden passiert nimmt die Kamera auf.
Verschlusszeit erklärt by jaworsky
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Iso
Der Iso gibt die Lichtempfindlichkeit des Kamerasensors an.
Einstellen kannst du diesen Wert in deiner Kamera selbst.
Wenn du Ihn veränderst wirst du feststellen das dein Foto Heller oder dunkler wird.
Der Beste wert ist dabei meistens Iso 100 - damit hat die Kamera die beste Qualität. Wenn du Ihn höher stellt z.B weil es Dunkler geworden ist wirst du feststellen das dein Foto anfangen wird zu "Rauschen". Es wird Körnig
Die heutigen Kameras sind aber schon sehr gut und meist ist bis Iso 3200 alles in Ordnung
Am Tag wenn viel Licht vorhanden ist empfiehlt es sich den Iso wert so niedrig wie möglich zu halten. Nur wenn du wegen fehlendem Licht merkst das das Bild zu Dunkel wird kannst du ihn höher stellen.
Viele Kameras haben sogar eine Iso Automatik Einstellung. Da kann man den Einstellbereich festlegen.
Falls du Fotos auf einem Stativ machst z.B eine Landschaft oder im Abends im Dunkeln, dann unbedingt für die bestmögliche Qualität Iso 100 einstellen.
Iso 100
Kein Rauschen - Beste Qualität
Iso 3200
Rauschen, besonders im Hintergrund wird sichtbar.
Iso 6400
Rauschen ist deutlich zu sehen. Aber immerhin noch besser als gar kein Foto....
Iso 51000
Sehr Starkes Rauschen und Farbverlust, grünstich
Iso erklärt by jaworsky
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Kamera-Modus
Deine Kamera verfügt über viele Modi. Einschalten kannst du Sie wenn du am ModusRad oben an der Kamera drehst.
P - Programmautomatik
Verschlusszeit und Blende werden von der Kamera gesteuert, für ISO und Co. bist du selber zuständig.
Auto- Vollautomatik
Im Automatikmodus übernimmt die Kamera alles für dich.
In vielen Situationen liefert dieser Modus mehr oder weniger brauchbare Bilder ab – vor allem, solange dein Motiv sich nicht bewegt und es hell genug ist.
S - Tv Zeitpriorität bzw. Blendenautomatik
Du stellst selber die Belichtungszeit ein, alles andere regelt im Normalfall die Kamera. Bei Bedarf kannst du alle Parameter bis auf die Blende aber auch selber justieren.
Die Blendenautomatik ist vor allem dann praktisch, wenn du eine bestimmte Belichtungszeit brauchst – sei es jetzt besonders lang (Nachtaufnahmen) oder besonders kurz (Sportfotos).
M - Manueller Modus
Das Gegenteil des Automatikmodus: hier hast du die volle Kontrolle!
Belichtungszeit, Blende, ISO, Blitz, … all das stellst du selber ein. Wenn du weißt, was du tust, kannst du hiermit die optimalen Einstellungen für jede erdenkliche Situation wählen, denn die Kameraautomatik hat halt einfach ihre Grenzen. Probiere es aus, so wirst du deine Kamera gut kennenlernen.
A / Av = Blendenpriorität bzw. Zeitautomatik
Umgekehrt gibt’s das Ganze natürlich auch: du legst die Blendenöffnung fest, der Rest wird automatisch angepasst.
Das ist zum Beispiel hilfreich, wenn du auf jeden Fall mit Offenblende arbeiten möchtest, um einen möglichst unscharfen Hintergrund zu erzielen, die Helligkeit aber schwankt.
Was bedeutet.....
Brennweite?
Kleine Brennweiten (z.B. 14 mm) zeigen viel Umgebung, große Brennweiten (z. B. 200 mm) vergrößern entfernte Objekte.
Lichtstärke?
Je kleiner die Zahl der Blende (z.B. F 1.8), desto mehr Licht fällt auf den Sensor und desto lichtstärker ist das Objektiv. Lichtstärkere Objektive sind in der Regel teurer.
Naheinstellgrenze?
Das ist der Mindestabstand, den du zum Motiv einhalten musst, um das Foto scharf stellen zu können.
Das sind wirklich viele Informationen und manches ist vielleicht erstmals schwer zu verstehen.
Am besten du machst einfach!
Spiele mit deiner Kamera, benutze Sie und versuch jedes mal etwas neues auszuprobieren. "Übung macht den Meister"